Kapitel 16 - Eine Herzensangelegenheit

Davor: Kapitel 15 – Eine Warenhaus-Situation

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Am Folgetag, gehen die Drachentöter verschiedene Wege. Ein Sturm nähert sich der Stadt und es ist den gesamten Tag sehr windig und regnerisch. Tok Tok versucht, Adelige und Bürokraten anzusprechen, um zu versuchen eine Reaktion hervorzuheben, was die Drachen und die Drachenangriffe angeht. Die meisten scheinen ihn jedoch nicht zu beachten, und so gibt es Tok Tok im Abend auf. Ulixes bleibt im lokal um Ausschau nach Abenteurern zu halten. Es sind jedoch ziemlich viele, und keiner fällt ihm besonders auf. Joseph und Askijar versuchen bei der Wanderstiefel Liga, eine internationale Gilde von Reisenden, nach Ressourcen und hinweisen zu suchen. Sie erfahren dass es möglich ist, Teil dieser Gilde zu werden, und dass sie angeblich von Fharlanghn selbst erschaffen wurde. Sie überlegen es sich, und gehen dann getrennte Wege. Joseph versucht mehr über Drachen herauszufinden, ins besondere chromatische Drachen. Askijar versucht es, im Tempelviertel nach Informationen zu stöbern. Er findet dort den Tempel der Gottheit Re-Horakthy und beginnt sich zu wundern, wie ähnlich dieser Tempel mit dem Tempel des Moradin in Garla’hi sei (mit der Ausnahme, das der Tempel in Garla’hi viel kleiner und mit anderen Reliefs war, die jedoch über andere schon bestehende Reliefs gemeißelt waren). Tok Tok kehrt zurück zum Wespennest und trifft dort auf Ulixes, der die Möglichkeit nutzt um raus zu gehen. Er versucht erneut nach Infos über metallen und Prismen zu suchen, findet jedoch wenige neue Informationen. Er trifft auf Askijar und mit Joseph kehren sie in die Taverne zurück, wo Tok Tok mächtig betrunken ist und nach der Prinzessin Khalisha schreit. Askijar heilt ihn von seinem Rausch, und die vier bestellen zu essen. Dies wird ihnen gebracht, ohne dass sie Zahlen müssen. Überrascht, gehen die vier nach dem Mahl in ihr Zimmer, und finden dort eine Person. Diese ist Prinzessin Khalisha, und erzählt ihnen von ihrer Situation. Anscheinend wurde ihr Verlobter, Diladan, auf dem Weg von Kasevehn nach Vijaven angegriffen und die Waren die er zum Emporium von Al-Farajah bringen musste, kamen dort nie an. Al-Farajah ist ein reicher Händler, und Khalishas Vater, Prinz Lavisho Arleste IV, will das sie ihn heiratet. Sie will jedoch Diladan, und der Vater wird wohl bewusst nichts unternehmen, um diesen einfachen Händler-Gehilfen zu retten. So bittet Khalisha die vier, die ja eh in die Richtung gehen um Banditen oder Drachen zu bekämpfen, Ausschau nach ihrem geliebten zu halten. Sie hat ihnen zwar nichts außer Dankbarkeit zu bieten, zumindest vorerst, doch hat sie versucht etwas Geld zusammen zu kratzen, ohne das ihr Vater es bemerkt. Sie gibt den Helden einen Sack Gold und versucht ihnen noch einige Infos zu geben, bevor sie verschwindet. Askijar benachrichtigt am selben Abend die andere Gruppe, dass sie am Tag danach schon abreisen wollen. Sie willigen ein, und bereiten sich auf eine letzte Nach im Wespennest vor, um am darauffolgenden Tag früh die Stadt zu verlassen.

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Die beiden Gruppen treffen sich im Wespennest und Frühstücken gemeinsam in Stille. Draußen tobt ein mächtiger sturm, und es regnet stark. Die acht gehen dann zur Wanderstiefel Liga, wo sie sich einschreiben und dafür Askijars Pferd, ein Paar von Tok Tok beschlagnahmten Weinen und Liköre, und eine Elfenbein Statue abgeben. Sie bekommen dann von der Gilde Tränke und Waffen ausgeliehen, andere werden auch gekauft. Die Mehrheit ist jedoch geliehen und wird von der Gilde entweder zurück verlangt oder den vollen Preis erstattet haben. Die vier schreiben sich auch als „Drachentöter“ in der Gilde ein. Elros, Hector, Bholt und Lurgh halten sich daraus.
Danach reist die Gruppe aus Vijaven raus. Von ihren Begleitern erfahren sie dass sie in Javennah unterwegs waren und dort auch auf Schlangenkulte in verschiedenen Dörfern gestoßen sind. Sie haben einen alten Tempel erforscht und dort eine Riesenschlange umgebracht, mussten gegen Echsenmenschen kämpfen, haben einem Händler bei einer Entführung von Kultisten mit Schlangenmedaillons geholfen, und haben eine Grotte an der Küste erforscht, in der mehrere Zombies und große mutierte Tausendfüßler ihr Unwesen trieben. Askijar bemerkt auch dass Elros ein Medaillon des Fharlanghns trägt. Ausserdem bemerkt die gruppe das Hector und Elros sich sehr nahe stehen, und Bholt und Lurgh eine starke Freundschaft haben.
Am Abend rastet die Gruppe auf einer Lichtung in der Savanne zwischen Vijaven und Kasevehn. Der Sturm macht das Zelte aufschlagen nicht einfach, und die Stimmung ist eher angespannt und bedrückt.

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Am Tag darauf, reist die Gruppe weiter. Der Sturm ist immer noch am wüten und ein kräftiger Regen setzt ein, der die Sicht stark beeinträchtigt. Die acht finden trotzdem das Banditen-Lager wieder, jedoch bemerkt Joseph dass eine der Starken Bösen Auren gerade fehlt. Die Gruppe überlegt kurz wie sie vorgehen werden, und greifen dann mit einem Frontalen Sturmangriff an. Die Bugbears die dort zur Wache stehen werden schnell niedergemetzelt, obwohl einer ihnen besonders viel Ärger bereitet. Die acht sind jedoch mit ihrem Angriff erfolgreich und stoßen ins Innere der Grotte vor. Joseph sieht einen Schatten im Regnerischen und wolkigen Himmel in nördlicher Richtung fliegen, muss dann jedoch auf den Kampf weiter achten. Die Bugbears haben nämlich ein großes Reptil mit fünf Köpfen freigelassen, dass ihnen anscheinend gehorcht und mit den Bugbears die Grotte verteidigt. Der Kampf ist anstrengend. Die gruppe versucht ein paar Mal die Köpfe des Wesen zu trennen, doch jedes Mal wachsen neue nach. Außerdem scheint das Wesen seinen schaden sehr schnell zu heilen. Durch vereinte Kräfte schaffen es zum Schluss Joseph, Lurgh, Ulixes, Askijar und Hector das Wesen zu bezwingen.
Die Gruppe erkundet den Rest der Grotte und findet einige gefangene im hinteren Teil dieser. Einer ist verhungert am Boden, doch zwei scheinen noch am Leben zu sein; ein junger Mann mit Weste und halb-nackten Oberkörper, und ein alter Asherati, mit schrumpeliger haut und leeren Augen. Joseph und Tok Tok kümmern sich um die gefangenen, während Ulixes einen anderen Gang im Auge behält, der mit Wasser geflutet ist, jedoch wahrscheinlich wo anders noch hinführt. Die gefangenen sind gerade auf den Füssen, da taucht aus dem Wasser ein Schlangenartiger gelber Drache hervor, der die Gruppe als Diebe bezeichnet und Joseph, Tok Tok und die beiden gefangenen mit einem Atem aus Salz befeuert. Ein neuer Kampf fängt an, jedoch ist es eher ein Gemetzel. Der alte Asherati stirbt sofort von dem Salzatem des Drachen, und während Joseph, Lurgh, Askijar, Bholt, Ulixes, Hector, Elros und Tok Tok verzweifelt gegen den sehr wendigen und agilen Drachen kämpfen, schafft dieser es mehrere Male die Abenteurer mit seinem Salzatem zu treffen, zu schaden und deren Bewegungen zu erschweren. Elros und Hector fallen zu Boden, Joseph wird voller Salz verkrustet und so bringt der Drache Lurgh im Nahkampf um. Als der große Neandertaler fällt, greift Bholt aus Verzweiflung an und versucht mehrere Male den Drachen mit Pfeil und Bogen und seinen Shurikens zu treffen, jedoch vergebens. Askijar und Tok Tok versuchen den Drachen mit einem Erd-Elementar und der großen Axt des Halb-Orks in Schach zu halten, doch ist auch dies nur ein Kampf auf Zeitgewinn. Dieser hilft jedoch ein wenig. Ulixes befreit Joseph von dem Salz, hilft dem anderen Gefangenen auf die Füße, und Elros und Hector werden geheilt. Danach kehrt der Drache zurück und versucht erneut Joseph, Askijar und Ulixes zu Fall zu bringen, während Tok Tok versucht dem Drachen einen Hinterhalt zu stellen. Hector und Elros verschwinden in dem Wasser gefluteten Gang, Bholt rennt verzweifelt aus der Höhle raus, während Askijar den Drachen mit dem Erdelementar ablenkt. Die gruppe und der Gefangene schaffen es aus der Höhle zu fliehen, doch ist der Drache dicht hinter ihnen. Der Sturm der draußen tobt macht die ganze Szene episch.

Askijar und Bholt schaffen es als erste zu den Pferden, und nehmen je eins und Reiten so schnell die Tiere und das Terrain es erlauben in Richtung Osten. Einmal aus der Hügellandschaft raus, reiten sie noch bis Tagesende zurück nach Vijaven. Tief in der Nacht sind die Reittiere das erschöpft und müssen rasten; die zwei finden eine nahe gruppe Bäume und rasten dort.
Tok Tok und Joseph helfen noch dem Gefangenen aus der Höhle raus, und Ulixes versucht ihnen den Weg nach außen frei zu halten. Der Bogenschütze bemerkt, dass der Drache, der bis kurz vorher noch sagte, sie würden dort nicht mehr lebendig herauskommen, plötzlich schnell nach Norden fliegt. Was auch immer dort war, erleichtert ihnen die Flucht. Auf die beiden anderen Gruppenmitgliedern und dem Gefangenen wartend, ruft er unter dem lauten Storm nach ihnen und als sie endlich alle zusammen sind, rennen auch diese vier zu den Pferden. Sie nehmen sich vier, und lassen somit nur ein Pferd zurück. Auch sie reiten nach Osten um aus den Hügeln raus zu kommen, und dann in Richtung Vijaven. Sie erschöpfen die Pferde und in der Zwischenzeit hält das Gewitter etwas ein. Mit einer leicht klareren Sicht, sehen sie in der Ferne ein Zelt und ein Paar Pferde bei einer Baumlichtung. Sie reiten dorthin und treffen auf Bholt und Askijar. Ohne viele Worte auszutauschen, den trauernden Hadozee in Ruhe lassend, baut Tok Tok sein Zelt auf, Joseph seins, und die fünf Abenteurer legen sich schlafen.

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Die gruppe erwacht, und als Askijar, Joseph, Tok Tok, Ulixes und der gefangene, ein junger Bursche namens Diladan, berichten das sie zurück nach Vijaven wollen, entschließt sich Bholt dafür, zurück zu bleiben, um auf Hector und Elros zu warten. Er glaubt daran dass sie noch am Leben sind und will gerne hoffend auf sie hier warten. Die anderen entscheiden sich zu gehen. Bholt, ein Pferd und ein bisschen von Joseph gespendete Rationen bleiben zurück, während die anderen traurig nach Vijaven reisen. Sie erfahren auf der eher stillen reise, das Diladan ein Handelslehrling ist, und er ist froh zu erfahren, dass seine geliebte Khalisha die acht geschickt hat. Er kann es kaum erwarten, wieder bei ihr zu sein. Im Abend erreichen sie Vijaven, und Diladan entschuldigt sich, während er die Gruppe verlässt und nach Hause kehrt. Die vier überlegen kurz weiteres Vorgehen, beschließen jedoch zur Wanderstiefel Liga zu gehen, um dort erstmals ihre Schulden zu begleichen, und irgendwie zu erklären, dass sie die versprochene Prämie doch nicht bringen können. Ein junger Priester der Gottheit Fharlanghn nimmt sie dort an, und lässt sich die verschiedenen Waffen, Tränke und Rüstungen zurück geben. Einen Teil der waren die sie geliehen hatten kaufen die so genannten Drachentöter sogar, während sich der junge Kleriker kurz über den Namen der gruppe witzig macht, da sie ja jetzt einen Drachen nicht getötet haben.
Mit scheinbar allen Schulden beglichen, gehen die vier ins Wespennest und übernachten dort erneut.

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Die vier erwachen spät im Vormittag und erholen sich erstmals von den anstrengenden Tagen. Joseph hatte einen unruhigen Schlaf, und erzählt seinen Kameraden von einem Traum, der ihnen wohl anscheinend den Weg weisen soll. Joseph meint, der Traum kommt von der Gottheit Heironeous. Tok Tok zweifelt den Traum an, Askijar scheint ihn sehr positiv zu finden. Um Mittag rum werden sie von Diladan benachrichtigt, das er sich mit ihnen treffen möchte. Die vier werden in einen Hintereingang des Wespennests gebracht und gelangen so in einen Raum der über dem Wirtshaus ist, und wohl für private Zwecke genutzt werden kann. Dort wartet Khalisha auf sie, und die beiden verliebten umarmen sich stark, bevor weiteres geklärt wird. Khalisha ist traurig zu hören das einer ihrer Gefährten im Kampf gefallen, zwei verloren und einer zurück geblieben ist. Doch ist sie sehr froh, Diladan wieder bei sich zu haben. Sie kann die Gruppe leider nicht noch mehr geben als sie es schon getan hat, doch will sie ihre schulden anders begleichen. Sie hört den vieren zu, wie sie kurz ihre vorhaben schildern, ins besondere erklärt Askijar ihr, wie sie Vorhaben in Shansenkah den Schlangenkult zu infiltrieren. Khalisha hat von einem solchen Kult nichts gehört, doch wird sie die Augen offen halten. In Javennah scheint es zumindest noch keine Probleme dieser Art zu geben. Sie kann der Gruppe auch nicht weiterhelfen, im Bezug auf eine Handelsgilden Mitgliedschaft, und weist sie jedoch auf Nerius Bootlum’s Freund wieder zurück. Khalisha kennt Nerius von sagen-hören, und scheint eine gute Meinung über ihn zu haben. Er habe viele Kontakte und wenn er meinte, dieser Bengust Schmitzer könnte ihre Mann sein, dann sollten sie es nicht verschlafen. Joseph erinnert sich an genau diese Szene in seinem Traum. Die Gruppe bespricht danach wie sie wieder nach Süden kommen, und Khalisha berichtet von dem Sturm, und dass der Pass nach Ksaviaah wohl inzwischen zugeschneit sein. Sie bittet ihnen an, die Schiffreise nach Nosh Tumbù finanziell zu übernehmen. Sie sagt, dass der Hafenmeister, Pomerion, ein alter Freund von ihr sei, und ihnen die Reise kaufen könnte und auf ihre Rechnung stellen könnte. Die vier willigen nach einiger Diskussion ein. Danach verabschiedet sich Khalisha wieder und kurz darauf verschwindet Diladan auch.
Die vier verschwenden keine Zeit und traben zum Hafen von Vijaven. Dort werden sie von Pomerion erst mürrisch, dann herzlich auf das Schiff Asinia als Luxus-Gäste eingeschifft. Die vier lassen ihre Pferde an Bord verlagern und ziehen sich auf die Luxus Kabinen zurück. Das Schiff verlässt wenige Minuten danach den Hafen der großen Handelsstadt.

Kapitel 17 – Um Mitternacht sind alle Katzen Grau

Kapitel 16 - Eine Herzensangelegenheit

Chronicles of Gea - A Tale of Souls and Gods - Group B Celebandune